Für uns ist das Studierendenparlament ein Arbeitsgremium und kein Platz für ideologische Streitigkeiten und Selbstbespaßung. Die kontinuierliche Verbesserung der Studienbedingungen ist dabei eine Selbstverständlichkeit und eine der zentralen Aufgaben.
Dies ist nicht nur durch die Verbesserung der Bedingungen in der Bibliothek zu realisieren, sondern auch durch Förderung neuer und solider Projektideen. Denn auch die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung, schafft ein besseres und breiteres Spektrum der Studienbedingungen.
Projekte in Frankfurt zu verwirklichen, heißt auch Frankfurt und das Hochschulleben mit zu gestalten – dies am besten so farbenfroh und vielseitig wie möglich. All das muss auf der Grundlage eines soliden Haushaltes geschehen. Ein Hochschulschloss hält nicht auf Wolken. Unter der Maßgabe von Effizienz und Kompetenz sollt ihr mit Eurem Beitrag Eure Projekte „bauen“ können.

Wir wollen Euch dabei nicht 20 Projekte nennen, von denen wir am Ende so gut wie keines umsetzen, sondern wollen uns von euch im nächsten Jahr an den folgenden Projekten messen lassen:           

1.Feiern oder Lernen? Mach doch was du willst – auch am Wochenende!
Eine gut ausgestattete und lange geöffnete Unibibliothek macht den Unterschied. Sie macht vor dem Studium den Unterschied bei der Frage, für welche Uni man sich entscheidet. Im Studium macht sie den Unterschied bei der Frage, wo man wohnt, wenn man an der Viadrina studiert.
Eine Schließung der Unibibliothek am Wochenende zum 1. Januar 2013 akzeptieren wir daher nicht. Wir haben uns in der Vergangenheit in der Studierendenschaft dafür eingesetzt, dass die Öffnungszeiten und der Bücherbestand der Bibliothek erweitert werden. Wir treiben die Verhandlungen mit der Uni in dieser Frage voran, denn wir wollen, dass die Unibibliothek ab dem 1. Januar 2013 mindestens noch genauso öffnet, wie sie es derzeit tut.
Sollten diese Verhandlungen jedoch scheitern, werden wir dafür einstehen, dass die Studierendenschaft, so wie schon seit sieben Jahren, die Öffnungszeiten finanziert – für uns stehen Eure Bedürfnisse über jeglichen politischen Grabenkämpfen!

2. Die Rechung geht auf dich!
Das StuPa verfügt jedes Jahr über ca. 200.000€. Das ist viel Geld – und noch wichtiger: Es ist euer Geld! Deswegen wollen wir, dass dieses Geld auch wieder den Studierenden zu Gute kommt und nicht in der studentischen Selbstverwaltung versickert. Konkret heißt das, dass wir uns dafür einsetzen, das Geld den studentischen Initiativen, Projekten, Fachschaftsräten und damit wieder den Studierenden zur Verfügung zu stellen und so wenig Geld wie möglich für die Selbstverwaltung auszugeben – denn Kaffee für die StuPa-Sitzungen zu finanzieren ist nicht Aufgabe der Studierendenschaft!
Gleichzeitig soll der Beitrag aber so gering wie möglich gehalten werden! Darum lehnen wir es ab, dass der Beitrag künstlich aufgebläht wird, indem das StuPa Geld verplant, das gar nicht gebraucht wird.

3. Exzellent ist doch kein Schimpfwort!
Die Viadrina bewirbt sich momentan um die Exzellenzinitiative – eine riesige Chance für den Universitätsstandort. Andere Hochschulgruppen sehen dies kritisch oder lehnen die Exzellenzinitiative mit der Forderung nach einer höheren Finanzierung aller Hochschulen sogar ab.
Wir finden, dass Exzellenz kein Schimpfwort sondern eine Chance für die Uni darstellt und wollen deswegen, konstruktiv am Prozess der Verteilung der 36 Mio. €, die ein Zuschlag für die Viadrina brächte, beteiligen. So wollen wir sicherstellen, dass die exzellente Forschung auch in eine exzellente Lehre mündet und am Ende alle profitieren.

4. Wir lassen die Hüllen fallen!
Transparenz ist bei den enormen Summen, die das StuPa verwaltet unerlässlich. Versucht man aber auf der Homepage den aktuellen Haushalt zu finden, muss man erst lange suchen. Auch die Protokolle sind alles andere als leserfreundlich, denn sie stellen zwar die Diskussion detailliert dar, eine prägnante Zusammenfassung für interessierte Studierende fehlt allerdings. Momentan kann das StuPa damit nur von ein paar versprengten Besuchern kontrolliert werden, was bei den enormen Summen im Haushalt viel zu wenig ist. Ihr sollt deswegen künftig jederzeit leichten Zugang zu Informationen haben, uns und alle Gremien noch besser über soziale Netzwerke erreichen können und mit einem besseren Bild von Hochschulpolitik aus der Legislatur gehen. In Zukunft sollen alle Sitzungen im Internet live übertragen werden, damit die Prozesse transparenter werden. Unsere demokratische Plattform wächst mit euch!

5. Neue Ideen statt alter Grabenkämpfe.
Wir finden, dass das StuPa kein Ort für ideologische Grabenkämpfe ist, sondern der Verbesserung der Studienbedingungen dienen soll. Wir lehnen deswegen die Diskussion allgemeinpolitischer Themen im StuPa ab und haben uns stattdessen für diese Legislatur konkrete Ziele gesetzt:
1. Studentische Rechtsberatung: Unser Alltag ist voll von juristischen Fragen. Viele dieser Fragen können mit etwas Recherche und professioneller Anleitung bereits Studierende der Rechtswissenschaften beantworten. Wir möchten eine studentische Rechtsberatung aufbauen, in der Studierende der Rechtswissenschaften ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aber auch die Bürgerinnen und Bürger bei der Klärung juristischer Fragen unterstützen.

2. Mehr Transparenz bei der Lehrevaluation: Jedes Semester füllt man unzählige Male Evaluationsbögen aus, doch man erfährt nie, was das Ergebnis der Evaluation der jeweiligen Lehrveranstaltung war. Wir setzen uns für mehr Transparenz im Bereich Lehrevaluation ein und wollen hierfür für jede Fakultät und das Sprachenzentrum einen Preis für den oder die beste Lehrende ausloben.

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